Chelat-Therapie Kelkheim Schwermetalle belasten den Körper lange, bevor man sie bemerkt. Wir leiten sie gezielt aus.
Quecksilber aus alten Amalgamfüllungen, Blei aus Umwelt und Wasserleitungen, Cadmium aus Nahrungsmitteln: Schwermetalle reichern sich über Jahre im Gewebe an und können Mitochondrien, Hormonhaushalt und Nervensystem beeinträchtigen. Die Chelat-Therapie bindet diese Metalle mit EDTA und leitet sie kontrolliert aus.
Das Problem
Warum Schwermetalle oft unentdeckt bleiben
Viele typische Belastungssymptome — chronische Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Nervenkribbeln, Hormonstörungen, wiederkehrende Kopfschmerzen — werden im medizinischen Alltag selten mit Schwermetallen in Verbindung gebracht. Dabei lagern sich Metalle wie Blei, Quecksilber, Cadmium und Aluminium über Jahre unauffällig in Geweben und Organen an. Sie binden an Enzyme, stören die Mitochondrienfunktion und beeinflussen das vegetative Nervensystem.
Standardblutwerte zeigen diese Belastungen meist nicht, weil die Metalle nicht frei im Blut zirkulieren, sondern im Gewebe gespeichert sind. Erst eine gezielte Provokationsdiagnostik macht sichtbar, was sonst verborgen bleibt.
So arbeitet die Chelat-Therapie
EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure) ist ein Chelatbildner, der Metallionen im Blut einfängt und fest an sich bindet. Die Infusion transportiert die gebundenen Schwermetalle kontrolliert über die Nieren aus dem Körper. In unserer Praxis kombinieren wir die EDTA-Infusion immer mit einer gezielten Mineralstoff-Substitution — damit essenzielle Spurenelemente wie Magnesium, Zink und Selen, die ebenfalls gebunden werden können, nicht verloren gehen.
Was wir in unserer Praxis bieten
- Provokationsdiagnostik — Urin-Schwermetalltest mit DMPS oder DMSA, im Fachlabor ausgewertet.
- EDTA-Infusion — langsam verabreicht über 60 bis 90 Minuten, in entspannter Atmosphäre.
- Mineralstoff- und Antioxidantien-Substitution — oral und per Infusion, damit der Körper stabil bleibt.
- Begleitende Verfahren — Darmsanierung, orthomolekulare Infusionen und Mitochondrien-Therapie, um die Ausleitung ganzheitlich zu unterstützen.
- Verlaufskontrolle — Folgelabor und Anpassung der Therapie, bis die Belastung deutlich reduziert ist.
Was die Chelat-Therapie nicht ist
Eine Chelat-Therapie ersetzt keine ursächliche Behandlung anderer Grunderkrankungen und ist auch kein Wellness-Verfahren. Sie ist ein medizinisches Verfahren mit klaren Indikationen und Grenzen. Vor jeder Behandlung prüfen wir sorgfältig, ob sie für Sie geeignet ist — insbesondere Nierenfunktion und bestehende Medikation.
Ihr Weg
So läuft Ihre Chelat-Therapie ab
Diagnostik & Anamnese
Ein Urin-Schwermetalltest mit DMPS- oder DMSA-Provokation zeigt, welche Metalle in welcher Konzentration vorliegen. Ergänzend erheben wir den Mineralstoffstatus und besprechen mögliche Belastungsquellen — von alten Amalgamfüllungen bis zu beruflicher Exposition.
EDTA-Infusion
Die Infusion wird langsam über 60 bis 90 Minuten verabreicht. EDTA bindet die Schwermetalle im Blut zu stabilen, wasserlöslichen Komplexen. Sie liegen entspannt in unserer Infusionslounge, während die Substanz wirkt.
Ausleitung & Aufbau
Die gebundenen Metalle werden über die Nieren ausgeschieden. Parallel substituieren wir essenzielle Mineralstoffe und Antioxidantien, damit Ihr Körper stabil bleibt. Nach einer Behandlungsserie prüfen wir den Erfolg per Kontrolllabor.
Für wen?
Typische Einsatzgebiete
Die Chelat-Therapie eignet sich, wenn eine Schwermetallbelastung nachgewiesen oder begründet zu vermuten ist — oft als Bestandteil eines umfassenderen Entgiftungs- und Regulationskonzepts.
Häufig gestellte Fragen
Was ist EDTA und wie wirkt es?
EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure) ist ein Chelatbildner — ein Molekül, das Metallionen wie Blei, Quecksilber, Cadmium und Aluminium im Blut einfängt und zu stabilen, wasserlöslichen Komplexen verbindet. Diese Komplexe werden anschließend über die Nieren ausgeschieden. EDTA wird seit den 1950er-Jahren medizinisch eingesetzt und gehört in der integrativen Medizin zu den etablierten Verfahren der Schwermetallausleitung.
Wie erfahre ich, ob ich eine Schwermetallbelastung habe?
Am aussagekräftigsten ist ein provozierter Urin-Schwermetalltest mit DMPS oder DMSA. Die Testsubstanz mobilisiert kurzzeitig Metalle aus dem Gewebe, der Urin wird anschließend im Labor auf mehr als ein Dutzend Schwermetalle untersucht. Wir besprechen die Ergebnisse mit Ihnen und leiten daraus eine individuelle Therapie ab.
Wie viele Sitzungen sind nötig?
Das hängt von der Belastung und Ihrem Gesamtzustand ab. Leichte Belastungen können mit 5 bis 10 Sitzungen deutlich reduziert werden, bei starker oder langjähriger Belastung planen wir mit 10 bis 20 Sitzungen über mehrere Monate. Die Frequenz liegt typischerweise bei ein bis zwei Sitzungen pro Monat.
Ist die Chelat-Therapie sicher?
Bei sachgerechter Durchführung gilt EDTA als gut verträglich. Wichtig ist die parallele Substitution essenzieller Mineralstoffe wie Magnesium, Zink und Selen — sonst werden mit den toxischen Metallen auch lebenswichtige Spurenelemente ausgeleitet. Nierenwerte und Elektrolyte kontrollieren wir begleitend. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist das Verfahren nicht geeignet; das klären wir vor Therapiebeginn.
Gibt es Nebenwirkungen?
Während der Infusion sind gelegentlich leichte Müdigkeit oder ein metallischer Geschmack möglich. In den 24 bis 48 Stunden danach können vorübergehend Entgiftungsreaktionen auftreten — leichte Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit oder muskuläre Verstimmung. Diese zeigen, dass der Körper arbeitet, und klingen in der Regel schnell wieder ab. Stärkere Reaktionen regulieren wir über Dosierung und Abstände.
Kann ich die Chelat-Therapie mit anderen Behandlungen kombinieren?
Ja, das ist sogar sinnvoll. Wir kombinieren die Chelat-Therapie häufig mit orthomolekularen Infusionen, Darmsanierung und Mitochondrien-Therapie. Der Darm ist ein zentraler Ausleitungsweg — eine intakte Darmflora unterstützt die Entgiftung erheblich. Auch eine begleitende Ernährungsberatung fördert den Erfolg.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Chelat-Therapie in der Regel nicht. Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen für Naturheilverfahren erstatten häufig einen Teil oder die gesamten Kosten. Wir erstellen Ihnen vorab gerne einen Heil- und Kostenplan zur Einreichung bei Ihrer Versicherung.
Belastungen erkennen. Gezielt ausleiten.
Vereinbaren Sie ein Erstgespräch. Wir klären, ob eine Schwermetallbelastung vorliegt und wie eine individuelle Chelat-Therapie für Sie aussehen kann.